Solisten

Catriona Bühler, Sopran

Franziska Andrea Heinzen, Sopran

Daniel Bentz, Tenor

Chasper-Curò Mani, Bariton

Robert Koller, Bassbariton

 

Orchester feat. ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner, Flöte

Martin Sonderegger, Klarinette

Lorenz Raths, Horn

Philipp Schaufelberger, E-Gitarre

Gianluca Romanò, Klavier

Sebastian Hofmann, Schlagzeug

Laida Alberdi, Violine 

Nicola Romanò, Cello

John Eckhardt, Kontrabass

Musikalische Leitung: Sebastian Gottschick

 

Musik: Daniel Mouthon

Libretto: Daniel Suter

Regie: Stefan Nolte

Video: Georg Lendorff

Raum: Theres Indermaur/Georg Lendorff

Kostüme: Theres Indermaur

 

Korrepetition: Tiziana Rosa

Notation: Joel Mathias Jenny

Produktionsleitung: Janine Widler

Catriona Bühler, Sopran

M (Meisterin)

 

Catriona Bühler studierte an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK bei Prof. Jane Thorner-Mengedoht und Marianne Racine und anschliessend am Schweizer Opernstudio der Hochschule der Künste Bern HKB, wo sie 2009 das Konzertdiplom Oper erlangte. Nebst Engagements im klassischen Konzertfach ist sie auch in Projekten mit Jazz, Chansons und freier Improvisation anzutreffen.

 

Als Solistin singt sie immer wieder mit renommierten Ensembles und war u.a. zu Gast beim Zürcher Kammerorchester, ensemble recherche Freiburg i. Br., Collegium Novum Zürich, musikFabrik Köln, Galatea Quartett, casalQuartett, ensemble für neue musik zürich, Alpenklassik Bad Reichenhall, Theater Neumarkt und Zürcher Festspiele, Musikfestwochen Braunwald und Vokalensemble Zürich.

 

Im Opernfach sang sie bisher die Rolle der Despina («Cosi fan Tutte», W.A. Mozart) und Checca («Il Flaminio», G.B. Pergolesi) am Schweizer Opernstudio, une suivante («Amadis», J.-B. Lully) am Theater Biel, Adele («Fledermaus», J. Strauss) an den Operettenfestspielen Interlaken, die Vespetta («Pimpinone», G.Ph. Telemann), Larinda («Handwerker als Edelmann», J.A. Hasse) und Galatea («Acis & Galatea», G.F. Händel) mit der Kammer Oper Schweiz. 

 

Catriona Bühler liebt die Herausforderungen Neuer Musik. So war sie 2011 in der Uraufführung von M. Steinauers «keyner nit» zu erleben, sowie mit dem Luki*ju Theater Luzern mit G. Beljons Kinderoper «Hänsel und Gretel» (als Erzählerin/Hexe).

 

Catriona Bühler ist Mitglied der Schweizer Close Harmony-Formation «The Sam Singers». 

 

Franziska Andrea Heinzen, Sopran

C (Creative Designerin)

 

Franziska Andrea Heinzen schloss 2014 ihren Master of Music mit Schwerpunkt Oper/Lied bei Prof. KS Jeanne Piland an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf ab und führt dort derzeit ihre Ausbildung im Konzertexamen fort. 2011 erhielt sie den Master of Arts mit Schwerpunkt Gesangspädagogik der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK mit Auszeichnung.

 

Franziska Andrea Heinzen debütierte im Juni 2015 in der Rolle des Annio («La clemenza di Tito», W.A. Mozart) am Theater Trier. Zuvor sang sie u.a. die Rollen des Ruggiero («Alcina», G.F. Händel) am Barockfestival 2013 in Brig, Idamante («Idomeneo», W.A. Mozart) am Düsseldorf Festival 2013, sowie Isolier («Le comte Ory», G. Rossini) und Ruggiero («Alcina», G.F. Händel) in Opernproduktionen der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf.

 

Nebst Rollen im Opernfach geht Franziska Andrea Heinzen einer regen Konzerttätigkeit nach und war u.a. bereits in Werken wie W.A. Mozarts c-Moll-Messe (Sopran II), G. Mahlers 4. Symphonie, H. Berlioz’ «Les nuits d’été» sowie in zahlreichen Liederabenden zu hören. Sie arbeitet seit vielen Jahren mit der skandinavischen Altistin Marit Sauramo und dem Korrepetitor Mack Sawyer (Teatro Real Madrid).

 

Von 2006-2009 war Franziska Andrea Heinzen Mitglied des Kammerchors Stuttgart unter der Leitung von Frieder Bernius. Seit 2012 singt sie im szenischen Werk «Nicht ich» (UA 2011) von I. Mundry und J. Weinöhl. Dies wurde 2012 an der Biennale d’Art Contemporain Lyon, 2013 an der Deutschen Oper am Rhein, 2014 im Gare du Nord in Basel und 2015 an der zeitgenössischen Biennale Salzburg aufgeführt. 

 

Daniel Bentz, Tenor

A (Agitator)

 

Der Zürcher Daniel Bentz studierte bei Prof. Jane Thorner-Mengedoht an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK und erlangte einen Master of Arts in Specialized Music Performance Opera am Schweizer Opernstudio der Hochschule der Künste Bern. 

 

Engangements führten ihn an zahlreiche Schweizer Operettenbühnen wo er u.a. die Rollen des Tassilo («Gräfin Mariza», E. Kálmán) oder des Jan («Bettelstudent», C. Millöcker) sang. Weitere Engangements an Häusern wie der Staatsoper Stuttgart, am Konzert Theater Bern oder am Stadttheater Biel/Solothurn als Bösewicht Massimo in der Händel Oper «Ezio».

 

Daniel Bentz gibt zahlreiche Konzerte und regelmässige Gastspiele in Europa und Japan und ist Ensemblemitglied von Oberton Junge Oper Zürich. 

 

Daniel Bentz interessiert sich nebst für grössere Produktionen auch für Kunst im Kleintheater. So trat er bereits als singender Schauspieler in Stücken von M. Gorki bis P. Picasso auf. Er ist ausserdem Initiant und Leiter des Camille Liederfestivals Zürich.

 

Chasper-Curò Mani, Bariton

B (Boss des Medienkonzerns)

 

Der Bariton Chasper-Curò Mani hat an der ZHDK und an der HKB (Schweizer Opernstudio) u.a. bei Jane Thorner-Mengedoth studiert (Konzert-, Lehrdiplom und Solistendiplom mit Auszeichnung). Ausserdem erlangte er den Master in Chorleitung/Dirigieren. 

 

Neben zahlreichen Liederabenden und Konzerten als Solist in Oratorien sang er u.a. die Rolle des Agamemnon in Offenbachs «La Belle Hélène», den Marullo in G. Verdis «Rigoletto» am Theater Biel/Solothurn und den Falstaff in der gleichnamigen Oper von A. Salieri.

 

Chasper-Curò Mani sang am Stadttheater Bern in der Uraufführung «Der Wunsch Indianer zu werden», war in Isabel Mundrys szenisches Konzert «Nicht ich - über das Marionettentheater von Kleist» zu hören und trat sowohl in der Uraufführung der Oper «L’homme qui rit» im Fabriktheater Zürich wie auch in der Uraufführung der zeitgenössischen Operette «Heile Welt» am Theater Biel auf.

 

Er sang und spielte die Figur «Gion Baretta» in «Ustrinkata» von Arno Camenisch mit dem Ressort K, den «Signor Fagotto» in der gleichnamigen Oper von J. Offenbach am Musiktheater Arosa und war in der szenischen Uraufführung von Bachkantaten von Peter Konvitschny am Theater Chur sowie am Theater Sursee als schwedischer Baron in J. Offenbachs «La Vie Parisienne» zu sehen und zu hören.  

 

Chasper-Curò Mani ist Preisträger der Friedel-Wald-Stiftung und der Marianne und Curt Dienemann-Stiftung und erhielt den Förderpreis der Bündner Regierung. 

 

Robert Koller, Bassbariton

P (Präsident) und T (Transmitter)

 

Der Bassbariton Robert Koller studierte Sologesang bei László Polgár an der ZHdK (Konzert- und Solistendiplom).
 
Als Basssolist sang er u.a. den König in Händels «Siroe, Re di Persia» an der Musikhalle Hamburg und in der Zellerbach Hall/San Francisco mit dem Venice Baroque Orchestra unter Andrea Marcon und Werke von Charpentier an der Styriarte Graz, am Festival von Ambronay und in der Kathedrale von Vézelay mit der Capella Real de Catalunya unter Jordi Savall, sowie Titelpartien am Audi-Forum Ingolstadt und an der Ruhrtriennale 2010.
 
Er sang die Hauptrolle in «Extravagancia» im Teatro Colon, Buenos Aires (2010), am Lucerne Festival in «Nacht» von G.-F. Haas (2011) und 2012 an der Semperoper Dresden in «El Cimarron». 2013 war er an den Ittinger Pfingsttagen unter Heinz Holliger und im Musikverein Wien in der Missa Solemnis von Beethoven als Solist zu hören; 2014 ebenfalls unter Heinz Holliger sowohl in «Lunea» an der Alten Oper Frankfurt (Ensemble Modern/hr2) als auch in «Dunkle Spiegel» in der Tonhalle Zürich. 2015 sang er die Solopartie in «del aram» mit dem Brandenburgischen Staatsorchester und in Beethovens Neunter in der Berliner Philharmonie sowie in «Dunkle Spiegel» in der Alten Oper Stuttgart.

Es folgen in der Tonhalle Zürich im Oktober die Schweizer Erstaufführung von «Lunea» (Heinz Holliger, cnz) und 2016 die «Walpurgisnacht» mit dem Tonhalleorchester Zürich.

 

 

Daniel Mouthon, Komponist und Produzent

 

Daniel Mouthon ist Komponsit und Improvisationsmusiker (Klavier und Vokalperformance). Nach einem Studium zum Primarlehrer studierte der gebürtige Zürcher Musik am Konservatorium Zürich. 1985 erste Performance-Auftritte in Zusammenarbeit mit Urs Blöchlinger und Schlagzeuger Dieter Ulrich; seit 1993 arbeitete er im Trio mit Nik Bärtsch und Philipp Schaufelberger und im Duo mit Schaufelberger, das gelegentlich um Andres Bosshard, Dorothea Schürch oder Anna Trauffer zum Trio erweitert wurde und sich im Grenzbereich zwischen Jazz und Neuer Musik bewegte. Hinzu kamen Konzerte als interpretierender Vokalist mit Werken von Luciano Berio, John Cage und Peter Maxwell Davies.

Als Komponist ist er vor allem im Bereich des Musiktheaters tätig: «Waste Land» (1985), «Nachtluft&Chor» (1989), «Finnabout» (1991), «Il futuro della memoria» (1993), «Nekoim – Nature obscure» (1994) , «Säugers Flug» (1995), «Ghostdriver» (1996), «Air à l’en verre» (1997), «Interview mit Köstlichen» (1999), «FlüügeStilz» (2001), «scetchy scatto» (2002), «Mnemosia – Lost in Memories» (2004/05), «Meienberg» (2005), «Die Blechgiraffe» (2009) oder «Schattenboxen» (2010).

Daniel Mouthon ist Lehrbeauftragter an der Universität Zürich sowie an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich im Bereich Praktischer Ästhetik.

 

 

Stefan Nolte, Regie

 

Stefan Nolte ist Regisseur, Autor und Dozent. Er studierte Regie am Institut für Theater, Musiktheater und Film der Universität Hamburg. Inszenierungen u.a. am Staatsschauspiel Dresden, Nationaltheater Mannheim, Schauspiel Stuttgart, Theater Dortmund und dem Theater Freiburg. Dramatisierungen und eigene Theaterstücke (Drei Masken Verlag). Er ist Mitgründer von Theater Provinz Kosmos für grossformatige theatrale und filmische Recherchen. Seit 2005 Zusammenarbeit mit dem Schweizer Komponisten Daniel Mouthon im Bereich Musiktheater (Die Bodenseekonferenz/Theaterspektakel Zürich,  «Blechgiraffe»/Theater Rigiblick, Zürich).

Lehrtätigkeiten bisher u.a. am Institut für Theaterwissenschaften der Freien Universität Berlin, an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, am ISFF (Institut für Schauspiel-, Film-, Fernsehberufe Berlin) und der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Künstlerisches Forschungsprojekt zur «Disembodied Voice» an der ZHdK (2011/12) und Modellinszenierung «Im Abseits»/Elfriede Jelinek gemeinsam mit Germán Toro Pérez.

Jüngste Arbeiten: «Tiere essen» nach dem Roman von J.S. Foer (2013; Fassung und Regie) und «Schwarz Wald Strasse» am Theater Freiburg (Text und Regie; 2014).

 

Stefan Nolte lebt in Berlin.

 

 
 

Sebastian Gottschick, Musikalische Leitung

 

1959 in Düsseldorf in eine Kirchenmusiker-Familie geboren, studierte Sebastian Gottschick Dirigieren, Komposition und Geige in Köln, Berlin, Hamburg und an der Juilliard School in New York.

 

Er ist in der Neuen Musik ebenso zuhause wie in der Alten, als Dirigent ebenso tätig wie als Komponist und Bearbeiter, als Geiger und Bratscher wie als Lehrer.
 

1993 bis 2000 war er Künstlerischer Leiter des Ensemble Oriol Berlin, 1994 bis 2003 Musikalischer Leiter der Neuen Opernühne Berlin, seit 2005 ist er Musikalischer Leiter des ensemble für städtebewohner wien/ berlin. Als Dirigent arbeitete er zuletzt mit Orchestern und Ensembles wie dem Klangforum Wien, der MusikFabrik, der Kammerakademie Potsdam, den Düsseldorfer Symphonikern, Rundfunkorchestern in Frankfurt, Warschau, Berlin, Stuttgart und München.

 

Eine besondere freundschaftliche Zusammenarbeit verbindet ihn seit langem mit dem ensemble für neue musik zürich. Eine kürzlich erschienene CD mit seinen Adaptionen von Charles Ives-Liedern erhielt enthusiastische Kritiken; Arrangements von Werken von Enescu, Milhaud und Copland für das Alliage-Quintett erschienen 2013 bei Sony und wurden mit einem «Echo Klassik» ausgezeichnet.. Gottschicks Bearbeitung von Strawinskys «Feuervogel» für Sabine Meyer zusammen mit dem Alliage-Quintett wird demnächst auf CD herauskommen.

© 2015/2016 Daniel Mouthon, Gestaltung: Hej